Sonntagsspaziergang

Wir hatten gestern das erste Mal in diesem Jahr richtig tolles Sommerwetter. 30 Grad, blauer Himmel, viel Sonne: Ideales Badewetter. In nicht schwanger. In schwanger: Eher ein ruhiger Tag in der Wohnung, im Schatten mit möglichst wenig Bewegung und viel kalter Melone. Mein Kreislauf braucht ein bisschen länger, um sich an die Temperaturen zu gewöhnen.

Um den Tag nicht komplett in der Wohnung zu vergammeln und das tolle Wetter doch noch etwas zu nutzen, sind wir gegen Abend raus aufs Feld gefahren und dort spazieren gegangen. Zwischen Germering und Aubing gibt es ein Stück Vogelschutzgebiet, das wir letztes Jahr beim querfeldein Laufen gefunden haben. Hier gibt es Felder, Naturwiesen, Wald, Schatten und relativ viel Wasser, dank eines Bachs und kleinerer Teiche. Klingt doch super, oder?

Was wir dabei ignoriert haben: Wir waren bis halb 7 dort unterwegs, es hat die letzten Wochen immer wieder mal geregnet, wir hatten einen milden Winter und Stechmücken werden mit sinkenden Temperaturen aktiv. Schön war es. Wirklich schön. Aber wir sind komplett zerstochen. Wald und Schatten haben wir nach 5 Minuten flüchtend wieder verlassen, um uns vor einem Heer aus Stechmücken zu schützen, das nur auf uns gewartet hatte. So fühlte es sich zumindest an. Meine Tennisplatz-Reflexe im Mücken erschlagen sind übrigens etwas eingerostet, aber ich kann vermelden: Jede zweite Mücke, die mich oder Moritz gestochen hat, starb eines schnellen Todes durch meine Hand.

Besonders hervorheben möchte ich, dass mein Vater selbiges Phänomen bei seinem Besuch vor 2 Wochen erwähnt hatte und meinte, draußen im Wald sitzen sei daheim momentan unmöglich. Es gäbe Heerscharen von Mücken. – Sagenhafte Transferleistung, die mein Hirn da hergestellt hat. In meinem Weltbild gab es in und um München bis gestern anscheinend keine Mücken. Nun. Sie haben sich lebhaft in Erinnerung gestochen. Fühlt sich fast an wie ein Sommer früher auf dem Tennisplatz. An Armen und Beinen möglichst asymmetrisch angeordnete rote Flecken in alle Größen, Formen und Höhen.

Zuhause haben wir uns dann erst einmal mittels heißem Löffel sämtliche Stiche verbrannt. Moritz wird mir nie wieder sagen, ich solle das auf seinem Rücken einfach ohne Vorwarnung machen. War wohl etwas unangenehm für ihn 😀

Als guter Papa-ratzi in spe übt Moritz die Kamera mit sich herumtragen und wild drauf los knipsen. Einige Impressionen unsres Ausflugs also nachfolgend in Bildform. Wir haben darauf verzichtet unsere Fressfeinde abzulichten. Bitte seht uns das nach, wir wollten nicht so lange still stehen!

Für dieses Foto haben wir viel Blut gelassen.
Männliche Goldammer

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